Vereinsgeschichte:

Im Herbst 1973 gründeten 29 begeisterte Tischtennisspieler ihren eigenen Verein. Bis dahin trafen sich Freunde der Zelluloid-Kugel auf Speichern oder in Garagen, um ihr Hobby auszuüben. Peter Götze und Manfred Nierlin mobilisierten schließlich diese Pingpong Spieler und informierten die Ortsverwaltung über ihren Plan: die Gründung eines eigenständigen Vereins.

Am 29.10.1973 war es dann soweit. In der Gymnastikhalle der Wilhelm-Dörflinger-Schule trafen sich die jungen Sportler zur Gründungsversammlung. Folgende Vorstandschaft wurde gewählt:

                                        1. Vorsitzender:    Peter Götze

                                        2. Vorsitzender:    Friedrich Dürr

                                           Schriftführer:    Manfred Nierlin

                                             Kassenwart:    Michael Klatt

                                            Jugendleiter:    Anton Hatt   

 

Rot und Blau sollten fortan die Vereinsfarben sein.

Nur drei Tage nach der Gründungsversammlung trat der TTC am 01. November dem Südbadischen Tischtennisverband bei. Am 04. November veranstalteten die Aktiven die erste Vereinsmeisterschaft. Das Ergebnis entschied über die Nominierung der ersten Herrenmannschaft, die ab 1974 an den Verbandsspielen teilnahm.

Besonders Jugendliche zu  fördern, war das Ziel des Vereins. Mit Anton Hatt und Michael Klatt fanden sich auch gleich 2 Jugendtrainer, die sich mit viel Einsatz dieser Aufgabe widmeten. Der Erfolg blieb nicht aus, schon 1974/1975 trat der TTC mit 2 Jugendmannschaften zu Punktspielen an und nach 3 Spielzeiten feierte die erste Jugendmannschaft 1977 den Aufstieg in die Landesliga.

Dass das sportliche Konzept richtig ist, bewies sich einmal mehr, als die ersten Jugendspieler die Herrenmannschaften verstärkten. Mit jugendlichem Elan schaffte die erste Herrenmannschaft im Jahre 1977/1978 den Aufstieg in die Kreisklasse B, bereits ein Jahr später gelang der erneute Aufstieg in die Kreisklasse A, die höchste Spielklasse, welcher die Herrenmannschaft bisher angehörte.

Bälle kaufen, in Tischtennisplatten investieren, Verbandsbeiträge bezahlen oder Trikots beschaffen, all diese Dinge kosten Geld. Um dieses zu beschaffen,  waren Ideen gefragt:

"Aktion Holz" hieß schließlich das Zauberwort. Mit Sägen bewaffnet zogen die jungen Sportler in den Gemeindewald. Dort fällten sie vom Förster markierte Bäume und lieferten das Brennholz ofenfertig frei Hof. Besonders ältere Mitbürger machten vom Angebot der Tischtennisspieler gerne Gebrauch. Bis zum Jahre 1984 war die "Aktion Holz" die wichtigste Einnahmequelle.

1975 kam die Aktion Tannenreisig dazu, wo viele Haushalte in der Vorweihnachtzeit mit Reisig versorgt wurden.

Diese Arbeitseinsätze waren mehr als nur eine reine Einnahmequelle. Die Aktionen trugen viel zur Kameradschaft und dem Zusammenhalt der Mitglieder bei. Der Spaß kam dabei nie zu kurz und viele Erlebnisse bleiben in guter Erinnerung.

Enorm verbesserte Trainingsmöglichkeiten eröffneten sich dem Verein im Jahre 1982: die Silberberghalle war fertiggestellt.

Jetzt endlich war genug Platz vorhanden, um auch mit mehreren Mannschaften gleichzeitig Heimspiele auszutragen. Bei diesen guten Rahmenbedingungen blieb der sportliche Erfolg nicht aus. Im Spieljahr 1984/1985 erkämpften sich gleich vier Mannschaften - darunter ein Damenteam - den Meistertitel. Und in der darauffolgenden Spielrunde meldete der TTC sieben Mannschaften zu den Rundenspielen. Ein sportlicher Höhepunkt.

Auch Tiefschläge musste der junge Verein schon überwinden. Zeitweise spielten beide Herrenmannschaften in der Kreisklasse C, nach sportlichen erfolgreichen Jahren ein zwischenzeitliches Tief, was aber schnell überwunden wurde.

Um die Zukunft muss den TTC´lern dennoch nicht bange sein. Das Engagement auswärtiger und einheimischer Jugendtrainer zahlt sich aus. Nachwuchssorgen hat der Verein derzeit nicht. Ein wichtiger Beitrag zur erfolgreichen Jugendarbeit sind die alljährlichen Mini-Meisterschaften. Auch in Allmannsweier finden über dieses Schnupperturnier immer wieder Kinder den Weg ins wöchentliche Training.

Wie es sich für einen richtigen Verein gehört, hat der TTC auch Ehrenmitglieder. Für die "besondere Unterstützung" des TTC ernannte Peter Götze den ehemaligen Gastwirt August Eberle des Stammlokals "Westend" in Kürzell anlässlich des 20-jährigen Vereinsjubiläums zum 1. Ehrenmitglied des Vereins.

Die Ehrenmitgliedschaft wurde auch dem langjährigen 2. Vorsitzenden (Vize) Friedrich Dürr verliehen, als er sein Amt im Mai 2000 zur Verfügung stellte. Besonders bei den zahlreichen Arbeitseinsätzen konnte der TTC auf seine Tatkraft zählen.

Auf eine rekordverdächtige Amtszeit kann Peter Götze als 1. Vorsitzender des Vereins zurückblicken, der im Mai 2002 nach fast 29 Jahren sein Amt an Florian Bieber übergab. Für seine außerordentlichen Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Nicht nur an der Tischtennisplatte bewähren sich die Mitglieder in den zurückliegenden Jahren. Auch bei Aktivitäten anderer Vereine, der Gemeinde oder der Kirche waren die TTC´ler immer dabei. Seit 1992 gibt es in Allmannsweier ein Straßenfest, bei dem der TTC traditionell Flammenkuchen aus dem Holzofen anbietet.

In Allmannsweier ist der TTC  inzwischen zu einem festen Bestandteil des Vereinslebens geworden. Die Vorstandschaft wird es auch zukünftig ein wichtiges Anliegen sein, der Allmannsweierer Jugend durch die qualifizierte Förderung eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu bieten. Der Verein möchte auch in Zukunft durch seine sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten seinen Beitrag zum guten Miteinander in unserem Dorf leisten.